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Industriestraße . Historisches

Lindenthal - Vom Dorf zur Stadt

Die dörfliche Ortslage von Lindenthal mit ihrer kleinteiligen Bebauung blieb noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts erhalten. Heute sind die Reste des 600 Meter langen Dorfangers mit seinen großen Gartengrundstücken als Flächendenkmal unter Schutz gestellt. Die Bebauung stammt aus verschiedenen Perioden, zeigt sich jedoch insgesamt als geschlossenes und stimmungsvolles Ensemble. 

 

Ab 1908 wurde auch Lindenthal von der stürmischen Entwicklung der Messe- und Industriestadt ergriffen. Die Erschließung neuer Baugebiete erfolgte dabei nicht nur von Lindenthaler, sondern auch von Wahrener und Wiederitzscher Strukturen heraus. Eine Sonderentwicklung brachte zudem die Ansiedlung zahlreicher militärischer Bauten und der Kasernen zum Ende des 19. Jahrhunderts. Ferner war die Eröffnung des ersten sächsischen Flughafens im Jahr 1911 in Lindenthal bemerkenswert, woraus die „Sächsischen Flugzeugwerke“ entstanden. Bis 1940 entstanden so größere, getrennt voneinander liegende Baufelder, die ausreichend Flächen für die wirtschaftliche Entwicklung bereitstellten.

 

Bis 1990 setzte eine Pause in der städtebaulichen Entwicklung ein. Seit 1990 strebt Lindenthal erneut danach, Entwicklungsfläche für den Wohnungsbau des Leipziger Oberzentrums zu sein. Ergebnis dessen ist die Planung und Entwicklung des Wohngebietes Gartenstraße-Triftweg sowohl mit Einfamilienhäusern als auch mehrgeschossigen Mietshäusern.