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Körnerstraße 56

Panorama Blick über Leipzig-Südvorstadt

Loftfeeling in der Leipziger Südvorstadt

Körnerstraße 56 heute
Körnerstraße 56, um 1922
Die Balkonanlage entstand 2000
Künster-Loft in Leipzig

Bei den Baudenkmalen Körnerstraße 54 und 56 handelt es sich um ein Fabrikensemble, erbaut in den 1890er Jahren, vollständig saniert und wiederaufgebaut zwischen 1998 und 1999 nach den Plänen des namhaften Architekturbüros Fuchshuber. Das citynahe Grundstück befindet sich inmitten eines gründerzeitlichen Wohnkarrees. 

Es erfolgte eine behutsame Sanierung, welche die bauhistorische Vergangenheit erhielt und neu interpretierte. Aus der gewerblichen und freiberuflichen Nutzung wurde 2011 das Konzept für Wohneigentum entwickelt. Zur Vereinfachung der Verkaufsabläufe wurde Sondereigentum, also das Eigentum an Wohnräumen, geschaffen. Die Nutzung als Gewerbe ist weiterhin möglich, da hier Bestandschutz seit der Jahrtausendwende gegeben ist.

Bis 2012 war der Verkauf aller Einheiten an die Bestandsmieter abgeschlossen. Die Mieter oder Eigentümer gestalteten die großzügigen Einheiten von 120 bis 160 qm individuell nach ihren Bedürfnissen und Vorstellungen. So wurden spezifische Raumprogramme und Farbkonzepte mit diversen Materialien und Einrichtungsgegenständen umgesetzt, denn Loft sind mehr als nur Wohn- und Arbeitsräume, mit ihnen verbindet sich eine Weltanschauung.

Das Fabrikensemble der historischen Hofmöbelfabrik F.A. Schütz teilt sich in drei Baukörper auf. Im Mittelpunkt des Grundstückes steht das Kesselhaus mit Schornstein. Zur Straße hin wird das Quartier durch ein 4-geschossiges Hauptgebäude mit Klinkerfassade und Tordurchfahrt abgeschirmt. Zusätzlich entstand geschätzt 1920 ein Anbau mit drei Geschossen als Tischlerei. Heute nicht mehr zum Grundstück gehört die Körnerstraße 54, welche um 1909 als Einrichtungshaus für die Modelle der F.A. Schütz erbaut wurde.

Blick in die Eingangshalle mit Lastenaufzug
Arbeitsloft mit Zugang zum Laufaufzug
Die Balkonanlage entstand 2000 neu

Das Hauptgebäude verfügt über lichte Räumhöhen von 3 bis 4 Metern. Eine kleine Sensation ist der historische und großzügige Lastenaufzug vom Erdgeschoss des Hauses bis direkt in die Wohnetagen. Über eine abschließbare Doppeltür aus Stahl gelangt man „filmreif“ mittig in den Hauptraum der Einheiten. Hier ist das Wohngefühl Loft, wie selten in Leipzig, noch erlebbar.

Die Eigentumswohnungen verlaufen über die gesamte Gebäudetiefe, vom Norden bis hin zum Süden, und verfügt so über eine ideale Belichtung in allen Jahreszeiten. Die großzügigen Raumhöhe schaffen Atmosphäre und Platz für lichte, offene Wohnkultur. Als offener Bereich ist der Küchentrakt ausgeführt. Von hier öffnen 4 große Fenster den Blick in den Innenhof. Der idealen Südseite ist eine Balkonanlage vorgesetzt, welche über die gesamte Rückseite des Lofts verläuft. Ein Zugang ist vom Hauptraum möglich. Auf dem großen Balkon bieten sich ausreichend Platz zur Begrünung und schöne Stunden zur Erholung.

 

Mit der Sanierung der Fabrik und dem Wiederaufbau des hier beschriebenen Gebäudeflügels in den Jahren von 1998 bis 1999 wurde ein Erschließungsstrang für Wasser und Abwasser mittig im hinteren Teil der Immobilie eingezogen. Gemäß Plan entstand ein Badezimmer mit Oberlicht aus Glassteinen. Noch heute modern, wurden ein großzügiges Duschabteil und eine WC-Nische, verschließbar mit einer Schiebetür, ausgeführt.